Unser Abenteuer in Therabithia

Der folgende Blogeintrag ist für Eltern mit Kinder wirklich interessant, macht auch sowas mit Euren Kindern, überwindet Euch, denn die Kinder fahren voll auf sowas ab… aber immer der Reihe nach… Es ist Winter. An Bergtouren in den Alpen ist daher nicht zu denken, also haben wir beschlossen mit den Kindern eine Heimatwanderung durchzuführen. Aber um die 15 Kilometer lange Wanderung quer durch das Arbachtal von Pleinfeld nach Walting und über Mischelbach zurück nach Pleinfeld für die Kinder interessant zu machen, haben wir diesesmal ganz gewaltig unsere Phantasie spielen lassen. Angelehnt an den Film Die Brücke nach Therabithia – welchen wir zu Weihnachten gesehen haben – ist aus dieser Wanderung dann folgendes geworden:

— WARNUNG: LESER OHNE PHANTASIE DIE NUR DEN ERNST DES LEBENS SEHEN SOLLTEN HIER DEFINITIV AUFHÖREN ZU LESEN !!!! —

An einem schönen Sonntagmorgen haben wir beschlossen etwas besonderes, etwas phantasievolles zu unternehmen. Eine Reise in unsere Phantasie wollten wir unternehmen, unsere eigene Reise nach Therabitia. Der Weg nach Therabithia war nicht einfach zu finden, schließlich darf nicht jeder in das Land der Elfen, der Zauberer, der Riesen, der Zwerge und der Wunschkäfer gelangen.

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Wir suchten den Eingang, bestimmt eine Stunde dauerte bis sich bemerkbar machte, dass wir nah am Eingang des zauberhaften Landes waren. Merkwürdige Wegmarkierungen haben wir unterwegs gesehen, für all denen ohne Phantasie mag so manche Markierung vielleicht wie eine Gieskanne im Baum vorgekommen sein, für uns war es aber ein goldener Pfeil, ein Wegweiser der uns an unser Ziel bringen sollte.

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Plötzlich bebte die Erde, wir sind erschrocken und etwas das eigentlich nur wie auf sehr großer, mehrästiger Baum aussah entpuppte sich als Haarpracht eines Riesen! Tom hatte den Riesen aufgeweckt, weil er mitten in dessen schöne Haarpracht geklettert war. Der Baum, oder besser, die Haare schüttelten sich und Timo konnte Tom gerade noch rechtzeitig aus den Ästen, die ja in Wirklichkeit Haare waren, befreien.

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Jetzt waren wir uns ganz sicher, wir hatten Therabithia erreicht. Was erwartet uns nun? Ganz vorsichtig sind wir unseres Pfades gegangen…

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Der Pfad wurde immer dünner, im Wald wurde es immer dunkler und plötzlich… war der Pfad verschwunden! Wir standen mitten im Wald umgeben von vielen großen Baumstämmen. Da war ein Geräusch! Ein leises Brummen, woher mag das nur kommen?

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Das sind die Baumgarts, erinnerte sich die Mama, sie hätte das mal in irgendeinem Buch gelesen. Und die Baumgarts, die beraten sich gerade. Timo wollte natürlich wissen über was sich die Baumgarts da beraten und die Mama meinte, sie beraten was sich darüber, was sie mit uns nun anstellen sollen – schließlich seien wir ohne Erlaubnis einfach in Therabithia eingedrungen! Aber die Mama wusste noch mehr, die Baumgarts sind sehr gemütliche Wesen, sie brauchen sehr lange um ihre Beratungen zu beenden und zu einer Entscheidung zu kommen. Aus diesem Grund sollten wir schnell diese Stelle verlassen, denn bis die Baumgarts ihre Entscheidung getroffen haben könnten wir längst auf dem Spitzbuck, unserem Ziel hier in Therabithia angekommen sein. Der Spitzbuck ist eine Erhebung mitten in Therabithia, ein Ort von dem man sagt dass dort der Baum der Wunschkäfer wachsen würde. Pflückt man sich einen Ebensolchen, hat man einen Wunsch frei. Der Spitzbuck, das sollte unser Ziel sein. Schnell sind wir also weiter.
Nur ein paar Meter von der Versammlungsstelle der Baumgarts entfernt haben wir dann auch noch riesige Schildkröten getroffen! Diese Schildkröten waren so groß, dass auf ihrem Rücken Laub lag, Moos wuchs, ja sogar ganze Bäume standen. Wir waren uns einig, diese Schildkröten mussten schlafende Morlas sein. Eine schlief sogar direkt neben dem Tränenbach.

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Die Kinder wollten natürlich sofort wissen, warum der Bach „Tränenbach“ heisst, also habe ich es ihnen erklärt: Durch diesen Bach fliessen alle Tränen, jede Traurigkeit, jede Sorge weit weg, weit weg hinaus aus Therabithia – so dass nur Glück und Freude übrig bleibt. In Therabithia gibt es ein goldenes Gesetz: Hier wird nur gelacht!
Und dann haben wir ihn getroffen. Einen hinterhältigen, bösen Zwerg aus Lehm und Sand. Dies muss ein Golem gewesen sein! Zuerst war er sehr freundlich, die Kinder haben ihn nett begrüsst, doch plötzlich fing er an zu fauchen und er hat uns zu allem Überfluss auch noch angegriffen.

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Warum hat er das getan? Golems mögen keine Kinder, Golems sind der Meinung dass Kinder zuviel Freude und Glück in das Leben der Menschen bringen. Die Tränen werden weniger, der Tränenbach versiegt. Und wenn es keinen Tränenbach mehr gibt, dann kann auch der Golem nicht länger überleben, denn Golems ernähren sich ausschließlich aus den Tränen des Tränenbachs. Ein durch und durch böses Geschöpf. Doch wir waren schneller! Wir haben nämlich den dunklen Turm entdeckt und sind schnell auf diesen Turm geflüchtet.

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Golems können nicht nach oben sehen, also hat er die Fährte verloren. Wir warteten eine Weile auf dem Turm und nachdem der Golem abgezogen war, sind wir wieder abgestiegen und haben unsere abenteuerliche Reise auf den Spitzbuck fortgesetzt. Wir durchquerten ein verlassenes Dorf und wanderten an einem verzauberten See vorbei.

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Unterwegs haben wir immer wieder die Spuren des uns verfolgenden Golems ausmachen können. Aber wir waren einfach schneller und dann schimmerte plötzlich das goldene Gipfelkreuz des Spitzbucks zu uns herab. Nur noch diesen Hang bezwingen, dann haben wir ihn erreicht, den Baum auf dem die Wunschkäfer wachsen. Doch der Hang wollte und wollte nicht enden, wir sind bestimmt 2 Stunden gelaufen, geklettert, gestiegen, gerobbt bis wir endlich oben waren, oben im Zentrum von Therabithia!
Jeder nahm einen Wunschkäfer an sich und wünschte sich etwas, das aber jeder für sich behalten müsste. Nur dann wird sich der Wunsch erfüllen. Hier ist er, der Baum der Wunschkäfer:

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Wir hatten es geschafft. Jeder nahm sich einen Wunschkäfer und plötzlich war auch der uns verfolgende Golem verschwunden. Hatte sich das irgendjeman von uns gewünscht? Glücklich und zufrieden sind wir aus den Wäldern und Tälern, den Hängen, Böschungen und Lichtungen hinaus aus Therabithia gewandert. Und kurz, bevor wir wieder unser zu Hause betraten haben wir noch eine letzte Erinnerung ein Foto geschossen, das Therabithia in seiner ganzen Pracht zeigt…

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One Response to Unser Abenteuer in Therabithia

  1. Tanja Mink says:

    Liebe Familie Teufel,

    eine wunderschöne Geschichte und Wanderung habt ihr da erlebt.
    Bleibt sicher bei allen eine erfüllte Erinnerung !
    Toll und märchenhaft beschrieben. Super Idee mit der Fantasiereise.
    Sollte Ansporn an andere Familien sein, mehr Fantasie in den Alltag zu bringen.

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